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USA Hike - USA Wanderung

Mauna Loa (langer Berg) - Observatory and Summit Trail [Big Island - Hawaii]


Bild zur Wanderung


1. Datenblatt | Data sheet

Bewertung | Rating

US-Bundesstaat | US-State

Flagge Hawaii  Hawaii [HI]

Anfahrt | Getting there

  PKW | Car

Schwierigkeitsgrad | Difficulty

  schwierig | strenuous

Zeitaufwand | Hiking time

8 - 9 Stunden

Länge | Distance

13,08 Meilen = 21,05 km

GPS-Koordinaten | GPS-coordinates (WGS84/NAD83)

- Abzweig Observatory Road:
- Parkplatz und Trailhead:
- Kreuzung Obervatory / Summit Trail:
- Mauna Kea Summit:
19°41'19''N - 155°27'46''W
19°32'17''N - 155°34'31''W
19°29'36''N - 155°34'37''W
19°28'32''N - 155°36'20''W

Routen und Wegpunkte | Routes and waypoints (*.gpx)


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   Hikes Hawaii [HI]

Die Bewertungen entstanden auf Basis der am Tag unserer Wanderung herrschenden Straßen- und Wetterverhältnisse! Sie sind daher nur Anhaltspunkte, die vor der eigenen Wanderung erneut zu prüfen und zu beurteilen sind. Achten Sie bitte auch auf 6. Kommentare | Comments!


2. Lage | Location

Der Mauna Loa, einer der größten aktiven Vulkane der Erde und letztendlich der höchste Berg der Welt (ab Fuss unterhalb des Meeresspiegels gemessen) liegt auf Big Island, Hawaii.


3. Anfahrt | Getting there

Fahren Sie die sogenannte Saddle Road, Highway 200, die zwischen die Vulkankegel des Mouna Kea und des Mauna Loa führt. Die sehr gut ausgebaute Straße bringt Sie zur Mauna Loa Observatory Road (GPS-Koordinaten siehe oben). Biegen Sie rechts ab, wenn Sie von Westen kommen, von Osten geht es nach links. Folgen Sie dieser geteerten und gut zu befahrenden Straße 17 Meilen bis zum Ende. Parken Sie dort links auf dem kleinen Parkplatz, hier ist auch Ihr Trailhead (GPS-Koordinaten siehe oben).

Bitte verweilen Sie eine Zeit, um sich zu akklimatisieren. Das ist wirklich wichtig!


4. Wanderung | Hike

Sie starten Ihren Hike auf 11.055 Fuß über NN, das sind immerhin schon 3.370 Meter. Ein Schild mit 6,0 Meilen eröffnet den Gipfelsturm. Sie folgen der nun ungeteerten Straße eine halbe Meile weiter und dann geht nach links der Observatory Trail auf die Lavafelder nach oben. Psychologisch ungeschickte Menschen haben erneut ein Schild platziert und das gibt die Entfernung des Summit wieder mit 6,0 Meilen an. 0,5 Meilen umsonst, bäh, aber geschenkt! Nun gut, durch Hinweisschilder wird der Weg nicht kürzer oder länger, also bleibt, es zu ignorieren.

Auf der mehr braun als schwarz aussehenden Lava beginnt das Treppen steigen. Riesige Cairns stehen in kurzen Abständen, um auch bei Nebel die Navigation zu ermöglichen. Höhenmeter für Höhenmeter, Absatz für Absatz steigen Sie dem Himmel entgegen. Verschnaufpausen sind in kurzen Abständen nötig, denn die Luft ist für uns Mitteleuropäer mehr als dünn. Nach 1,6 Meilen stehen Riesensteinmännchen am Trail. Eine Mauer und eine Höhle könnten im Notfall oder für die Backpacker als Unterschlupf dienen. Die aufgequollenen Lavaschichten sind dunkelrot, werden dann hell-orange und enden letztendlich in einem lilanen Streifen. Das Panorama in Richtung Mauna Kea und ins Tal ist schon sehr bemerkenswert. Der hoffentlich strahlend blaue Himmel deckt den Weißen (Mauna Kea) und die Wolken ein, die sich hie und da um den Gipfel formieren, als ob sie ihm den Hals abdrehen möchten. Ihr Ziel, der Gipfel des Mauna Loa, ist bis zum Ende der Wanderung nicht zu sehen.

Je höher Sie kommen, um so dunkler wird die Lava, sie beginnt zu bröseln und zeigt sich nach knapp zweieinhalb Meilen als grober Schotter, der sehr undankbar zu gehen ist. Sie treffen auf ein Trail-Schild und kurz danach - Sie sind 2,3 Meilen unterwegs - auf die Dirtroad, die nur von echten Offroadern befahren werden sollte. Erneut ein Trail-Schild, - der Weg folgt kurz darauf der Straße, die, Sie sind knapp 2,7 Meilen unterwegs, für das normale Volk endet. Eine Schranke stellt sich in den Weg, ab hier fährt nur noch Parkpersonal. Ein Schild weist darauf hin, dass hier die Grenze des Hawaii Volcanoes National Park und der Wilderness ist.

Es herrscht bei gutem Wetter absolute Stille hier oben, kein Wind pfeift um die Ecke, kein Vogel flattert durch das Bild, Insekten gibt es nicht, keine Menschenseele teilt mit Ihnen den Berg. Unwirklich, aber Sie genießen es und natürlich auch die tolle Aussicht auf die anderen Vulkane.

Die Szenerie am Berg und der Trail ändern sich. Die harte Lava und der Schotter sind momentan Vergangenheit. Es geht in einem sandigen Kessel ohne Felsstrukturen, man nennt es wohl Fissure, weiter nach oben. Der Trail ist endlich gut zu laufen. Die Landschaft bekommt Farbe, die Hänge der Lavahügel sind gelb. Abseits Ihrer Route fläzen sich die schwarz-braunen Lavafelder in den Blick, die mit orange-roten Steinen durchzogen sind.

Nach 3,3 Meilen kreuzt der Weg erneut die Jeep Road. Die Schneefelder werden größer und in den kleinen Spalten, deren Wände tief rot und orange sind, ergänzt das gefrorene Nass die Farbpalette mit weiß. Die jetzt wieder vorhandene Lava glitzert zunächst in blau, wird aber dann wieder eintöniger und ist mit hellbraunem Odel überzogen. Odel? Ja genau so sieht der Überzug aus.

Die Sicht nach oben weitet sich und die riesigen Steinmännchen stehen aufgereiht wie Signalfeuer an einem Ufo Landeplatz. Nach 3,8 Meilen sind Sie sozusagen fast am Kraterrand, der North Pit. Ein Unterschlupf für Gestrandete oder Backbacker markiert dieses Zwischenziel, zwei riesige Cairns signalisieren seine Lage. Der Weg teilt sich nun (GPS-Koordinaten siehe oben). Nach links geht es zur Mauna Loa Cabin, nach rechts zum Summit. 2,8 Meilen sind es laut Schild noch.

Es geht am Kraterrand entlang und Gott sei Dank wechselt der Untergrund immer wieder, denn über den Schotter läuft es sich am schlechtesten. Nach 4,8 Meilen postuliert ein Schild die Entfernung zum Gipfel mit 2,0 Meilen. Die ersten tollen Blicke auf und in diesen gigantischen Krater. Der Boden schimmert in einem grünlichen Grau. Der Weg wird zur echten Qual, die Luft immer dünner und inzwischen signalisieren Instrumente des Observatoriums, dass man vermutlich auch mit dem Hubschrauber nach oben käme. Wie albern, jetzt heißt es Disziplin und Kampf, den Sie über den inneren Schweinehund unbedingt gewinnen wollen und gewinnen werden. Immer wieder denken Sie, das müsste das höchste Ende sein und immer wieder werden Sie enttäuscht, denn es geht noch weiter.

Aber irgendwann nach 6,54 Meilen und 4,5 Stunden sind Sie am Ziel und ziemlich stolz, dass Sie es geschafft haben. Der momentan höchste Punkt des Mauna Loa ist erreicht. Hier ist Ihr Dach der Welt! Der Gipfel ist schmucklos wie die meisten der US-amerikanischen Summits; kein Kreuz, nicht mal ein Schild, sondern nur ein Steinhaufen, ein Gipfelbuch und ein Vermessungsmarker, das war's. Sie sind jetzt auf 13.680 Fuß, das entspricht 4.170 Meter. Da der Vulkan unterhalb des Meeresspiegels weitere 5.000 Meter in die Tiefe geht, spricht man auch vom höchsten Berg der Welt.

Der Blick in die Caldera ist ein Blick in die Hölle. Rote Wände fallen bis zum Boden und rechts liegt der gelb, braun, rot und grau gefärbte Schlackenkegel, der Lavadome. Sie stoppen vielleicht nochmal auf dem Rückweg an einem Aussichtspunkt am Kraterrand und lassen diese riesigen Ausmaße des Kraters auf sich wirken, bevor der endgültige Abstieg droht.

Runter geht es schnell, zumindest schneller als hinauf, aber der Trail erfordert bei jedem Schritt höchste Konzentration. In 3,5 Stunden sind sie unten und sich vielleicht einig, dass ein Abenteuer geht zu Ende; eines an das Sie sicherlich noch lange denken werden.


5. Topographische Karten | Topographic Maps

TOPO! ©2011 National Geographic

Topo Mauna Loa Observatory Summit

Topo Mauna Loa Observatory Summit


6. Kommentare | Comments

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Monika und Fritz Zehrer